Aufgrund der ausgeprägten Trockenheit im Sommer wurde der Zwischenfrucht-Großversuch bewusst erst am 19. August 2026 angelegt, um einen unzureichenden Feldaufgang zu vermeiden.
Diese Entscheidung hat sich bewährt: Über alle sechs Varianten hinweg konnten sämtliche Mischungspartner erfolgreich auflaufen. Durch die Niederschläge der vergangenen Wochen konnten die Bestände trotz des späten Anbautermins deutlich an Wachstum aufholen. Auch die Wurzelentwicklung ist für diesen Anbauzeitpunkt insgesamt sehr gut ausgeprägt. Dazu dürfte neben der mittlerweile besseren Wasserversorgung auch die vorangegangene Pflugbearbeitung beigetragen haben, die gute Voraussetzungen für eine intensive Durchwurzelung geschaffen hat. Insgesamt präsentieren sich die Zwischenfrüchte mit geringem Unkrautdruck und überwiegend guter Bodenbedeckung.
Der späte Anbautermin zeigt sich jedoch deutlich in der unterschiedlichen Entwicklung der einzelnen Arten. Rettiche, Perko/Winterrübsen und Buchweizen weisen eine besonders rasche Jugendentwicklung auf und prägen vielfach das Bestandesbild. Ramtillkraut (Mungo), die verschiedenen Kleearten sowie Lein und Leindotter sind hingegen in ihrer Entwicklung derzeit noch deutlich zurückhaltender.
Fazit
Für den späten Anbautermin haben sich am Standort St. Florian insgesamt sehr ansprechende Zwischenfruchtbestände entwickelt. Besonders positiv fallen der sichere Feldaufgang, die gute Wurzelentwicklung, der geringe Unkrautdruck sowie die überwiegend gute Bodenbedeckung auf. Gleichzeitig zeigt der Versuch anschaulich, wie stark die unterschiedliche Jugendentwicklung einzelner Arten die Ausgewogenheit einer Mischung beeinflussen kann.